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Investmentfonds.de 13.05.2004:
Charlemagne Capital: Marktbericht Osteuropa
Köln, den 13.05.2004 (Investmentfonds.de) - Die Finanzmärkte Ungarns, Tschechiens
und Polens konnten sich im April relativ neutral entwickeln und erreichten eine
Performance von 0,0 % (BUX € Index), 0,3% (PX50 € Index) and 0,5% (WIG € Index),
heisst es im aktuellen Monatsbericht zu Osteuropa von Charlemagne Capital. Im
Gegensatz dazu verhielt sich der russischer Markt volatil und zeigte eine eher
schwache Performance. Im Vergleich zum Monatshoch fiel der Markt um 20 % und be-
endete den Monat April mit einem Gesamtrückgang von 13,3 % (CSFB ROS € Index).
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Der Grund der Schwäche an den russischen Aktienmärkten lag auch in dem scharfen
Rückgang des Rohstoffpreises begründet, der durch die Befürchtung eines möglichen
Rückganges der chinesischen Nachfrage hervorgerufen wurde. Die Übergewichtung des
russischen Rohstoffsektors im Magna Eastern European Fonds führte zu einem Netto-
vermögensrückgang von 5,8 % verglichen mit einem Rückgang von 5,1 % in der
Benchmark (MSCIEE € Index Russland gewichtet zu 30% Marktkap.). Trotz dieser
starken Korrektur, konnte der Fonds immer noch seit Jahresbeginn 17 % zulegen.
Zudem sind wir der Überzeugung, dass die Konsolidierung wieder mögliche Kaufge-
legenheiten geschaffen hat. Der größte russische Gasproduzent Gazprom, der
eine wichtige Fondsposition ausmacht, musste seine Gewinne der vergangenen
Wochen abgeben, was sich ebenfalls negativ auf die Gesamtperformance des
Fonds auswirkte. Dennoch konnte die Aktie in der Vergangenheit einen signi-
fikanten Beitrag zu der positiven Entwicklung leisten und bleibt weiterhin
eine wichtige Fondsposition, da wir von den günstigen Zukunftsaussichten
überzeugt sind.
Die rückgängigen Rohstoffpreise führten zu einem verstärkten Ausstieg der
Investoren aus dem russischen Nickelproduzenten, Norilsk Nickel, wodurch der
Wert sich besonders schwach präsentierte. Jedoch sehen wir diese Entwicklung
als übertrieben an und nutzen diese niedrigen Preise, um die
Fondsbeteiligungen in diesem Wert zu erhöhen.
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Eine neue Position wurde in den weltweit führenden Titaniumproduzenten VSMPO
aufgebaut. Ein großer Anteil des Titaniumbedarfs von Boing und Airbus wurde
kürzlich von VSMPO bedient. Dieser Trend wird sich wohl im Zusammenhang mit
der Entwicklung vom A380 (Airbus Super Jumbo) in den nächsten Jahren ver-
stärken. Das Unternehmen befindet sich in einer Restrukturierungsphase zur
Vorbereitung einer ADR Emission und ist im Vergleich zur der internationalen
Peergruppe relativ günstig bewertet.
Mit dem formellen Beitritt der 10 neuen Mitgliedsländer in die Europäische
Union wurde am 1. Mai 2004 Geschichte geschrieben. Dieses Ereignis bedeutet
einen wichtigen Schritt in den Schlüsselmärkten Ungarn, Polen und der
Tschechischen Republik. Wenn auch die Konvergenz noch Jahre in Anspruch
nehmen wird, sind wir von den Renditeopportunitäten in dieser Region überzeugt.
Quelle: Investmentfonds.de
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