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news aktuell 01.07.2004:
Deutsche AIDS-Stiftung erhielt 50.000sten Hilfsantrag / AIDS in Osteuropa, eine Herausforderung für die AIDS-Prävention
Bonn (ots) - Im Juni 2004 ging die 50.000ste Hilfsanfrage bei der
Deutschen AIDS-Stiftung ein. Sie kam von einem an AIDS erkrankten
Mann aus Augsburg. Im Jahr 2003 konnte die Stiftung 4.194 betroffenen
Menschen mit 870.151 Euro helfen. Hinzu kamen 2003 rund 1,75
Millionen Euro für Projektzuschüsse im In- und Ausland, für die
Forschungsförderung sowie für die Sicherung eines Wohnpflegeprojekts
in Berlin. Die bewilligten Mittel stiegen gegenüber 2002 um 47
Prozent. Seit ihrer Gründung hat die AIDS-Stiftung rund 21 Millionen
Euro für individuelle Hilfen sowie Zuschüsse für Selbsthilfeprojekte
bereit gestellt.
"Seit drei Jahren bleibt die Anzahl der Hilfsanfragen an die
Stiftung auf hohem Niveau. Dies zeigt uns, dass die Dank neuer
Therapien verbesserte gesundheitliche Situation oft nicht mit einer
besseren materiellen Absicherung betroffener Menschen einher geht,"
sagte Christoph Uleer, Vorstandsvorsitzender der AIDS-Stiftung. "Die
zurückgehende Zahl der deutschen Projektanträge führen wir darauf
zurück, dass viele AIDS-Beratungsstellen durch finanzielle Engpässe
personell nicht mehr in der Lage sind, Projekte durchzuführen."
Im vergangenen Jahr intensivierte die AIDS-Stiftung ihre
Projektarbeit in Afrika. In Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen
vor Ort werden AIDS-Waisen in Südafrika betreut. Ein
Präventionsprojekt für mehrere tausend Jugendliche finanziert die
Stiftung in Soweto, Südafrika. Ein breit angelegtes Youth-to-youth
Präventionsprojekt in Tansania wird in Kooperation mit der Deutschen
Stiftung Weltbevölkerung vorbereitet. Das langfristige Ziel,
AIDS-Impfstoffe zu entwickeln, fördert die Stiftung in diesem Jahr
mit einem Zuschuss von 100.000 Euro für den ersten AIDS-Impfstofftest
in Deutschland.
Grund zur Besorgnis sieht die AIDS-Stiftung in der schnellen
Zunahme der Infiziertenzahlen in Osteuropa. "Besonders schwierig ist
die Situation in Estland, Russland und der Ukraine. Hier sind schon
ein Prozent der erwachsenen Bevölkerung HIV-positiv," sagte Ulrich
Heide, geschäftsführender Vorstand der Stiftung. "Eine solch
fortgeschrittene Epidemie kann über den Reiseverkehr in die
Nachbarstaaten ausstrahlen. Wir wünschen uns, dass die guten
Erfahrungen des deutschen Präventionsmodells den politischen Eliten
dieser Staaten vermittelt werden. Eine starke Zivilgesellschaft, die
Beteiligung der gefährdeten Gruppen an der Prävention und
Investitionen in das Gesundheitswesen sind ein erfolgversprechender
Weg, um AIDS in Osteuropa einzudämmen," so Heide. Er hoffe auf eine
rasche Umsetzung der Dubliner Beschlüsse der Europäischen Union zur
Bekämpfung von HIV/Aids in Europa und Zentralasien aus dem Februar
2004.
Spendenkonto 400, Bank für Sozialwirtschaft Köln, Bankleitzahl 370
205 00
ots Originaltext: Deutsche AIDS-Stiftung
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de
Pressekontakt:
Dr. Volker Mertens
Öffentlichkeitsarbeit
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Quelle: news aktuell
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